Amtsgericht Freiburg
Lowtech-Details für Hightech-Performance
Bei dem Ergänzungsbau für das Amtsgericht in Freiburg griffen die Architekten von Auer Weber historische Elemente auf und setzten sie modern interpretiert um. Gleichzeitig suchten sie bei der Realisierung des Neubaus nach einfachen Lösungen, die den Nutzerkomfort erhöhen, aber auch eine mögliche zukünftige Sanierung unkompliziert realisierbar machen.
Für den Fassadenaufbau wählten sie ein Fassadensystem, dessen Kombination aus Dämmschicht und Hinterlüftung die gesetzten bauphysikalischen Ziele hinsichtlich winterlichem und sommerlichem Wärmeschutz optimal erfüllt. Auch ermöglicht der Aufbau eine sehr gute Feuchteregulierung, wodurch die Putzflächen über lange Zeit schadensfrei und optisch ansprechend aussehen.
Die Hinterlüftungsfugen befinden sich klassisch im Sockelbereich und oben hinter der Attikaabdeckung. Um den monolithischen, massiven Charakter der Fassade zu begünstigen, wurde der Sockel nicht mit einem Rücksprung, sondern bündig mit der hinterlüfteten Fassade ausgebildet. Die Fuge wird dadurch als abgrenzende Linie zwischen Fassade und Sockel wahrgenommen.
Auch legten die Architekten großen Wert darauf, dass die einzelnen Gebäudeteile im Falle eines Rückbaus wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können.
Auer Weber Assoziierte,
Stuttgart, DE
Bautafel
- Land
- Deutschland
- Stadt
- Freiburg
- Fertigstellung
- 2024
- Architekt
- Auer Weber Assoziierte, Stuttgart, DE
- Bauherr
- Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Stuttgart, DE
- Ausführung
- Hermann Emter GmbH, Freiburg, DE
- Produkte
- Vorgehängtes hinterlüftetes Fassadendämmsystem (StoVentec), Putzoberfläche (StoSignature Texture: Rough 10 / Stolit K 6 Ft. 32332)
- Fotos
- Roland Halbe, Stuttgart, DE
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